| Lamas sind hochsoziale Herdentiere, welche
man nie alleine halten sollte. Sie vertragen sich auch
hervorragend mit Pferden, Esel, Schafen oder Ziegen.
Ohne Training sind Lamas sehr scheue Tiere, sind aber
sehr freundlich und immer interessiert an ihrer Umgebung. Trainierte
Lamas eignen sich vorzüglich als Begleiter bei
Wanderungen oder als Lastenträger bei Touren im
Hochgebirge, wobei sie ein Gepäck von bis
zu 30 kg mühelos transportieren können.
In ihrer Heimat erklimmen sie Höhen bis zu 5.000
m. In den Tälern der Anden ist das Lama nach wie
vor ein geachtetes Allzwecktier, welches zum Lastentragen
wie auch als Woll- und Fleischlieferant dient. Als
ruhiges, problemloses Haustier wird das Lama
auch in unserer Region immer beliebter.
Kinder haben einen problemlosen
Zugang zu den Tieren, da Lamas rücksichtsvoll und
wie Kinder immer an Neuem interessiert sind.
Diese Eigenschaften machen Lamas auch zu sehr guten
Therapietieren. Lamas sind Schwielengeher
und haben nur zwei Zehennägel, daher einen weichen
Tritt und schonen so die Grasnarbe. Lamas sind sehr
genügsam, fressen Heu und Gras, brauchen jedoch
jeden Tag frisches Wasser. Ein weiteres wichtiges Merkmal,
welches Neuweltkameliden besitzen und ein Überleben
in hochalpinen Gebieten möglich macht, ist die
"Hasenscharte". Die gespaltene Oberlippe
bildet ein Greiforgan, das diese Wiederkäuer befähigt,
auch kleinere Pflanzen einzeln vom Boden zu pflücken. Das
Spucken der Lamas ist die Ausdrucksform um ihre
Dominanz zu zeigen, das Rangverhältnis zu klären
oder Angst und Unbehagen auszudrücken. Als Vorwarnung
versprühen sie ihren Speichel, bevor der grünliche
Magensaft treffsicher beim Gegner ankommt. |