Wissenswertes über Lamas

Das Lama gehört zur Familie der Kameliden, unterteilt in

  • Neuweltkameliden und
  • Altweltkameliden.

Zur Familie der Neuweltkameliden zählen das Lama, das Alpaka, das Guanako und das Vikunja (die beiden letzteren sind Wildformen), zu den Altweltkameliden das Kamel und das Dromedar.

Die Wildformen der Neuweltkameliden eignen sich nicht für die Haltung in privater Hand. Verwendung finden die Lamas vor allem zum Tragen von Lasten im gebirgigen, unwegsamen Gelände Südamerikas- in den Hochländern von Argentinien, Chile, Peru und Bolivien.

Lamas sind hochsoziale Herdentiere, welche man nie alleine halten sollte. Sie vertragen sich auch hervorragend mit Pferden, Esel, Schafen oder Ziegen. Ohne Training sind Lamas sehr scheue Tiere, sind aber sehr freundlich und immer interessiert an ihrer Umgebung.

 

Trainierte Lamas eignen sich vorzüglich als Begleiter bei Wanderungen oder als Lastenträger bei Touren im Hochgebirge, wobei sie ein Gepäck von bis zu 30 kg mühelos transportieren können. In ihrer Heimat erklimmen sie Höhen bis zu 5.000 m. In den Tälern der Anden ist das Lama nach wie vor ein geachtetes Allzwecktier, welches zum Lastentragen wie auch als Woll- und Fleischlieferant dient.

Als ruhiges, problemloses Haustier wird das Lama auch in unserer Region immer beliebter.
Kinder haben einen problemlosen Zugang zu den Tieren, da Lamas rücksichtsvoll und wie Kinder immer an Neuem interessiert sind.
Diese Eigenschaften machen Lamas auch zu sehr guten Therapietieren.

Lamas sind Schwielengeher und haben nur zwei Zehennägel, daher einen weichen Tritt und schonen so die Grasnarbe. Lamas sind sehr genügsam, fressen Heu und Gras, brauchen jedoch jeden Tag frisches Wasser. Ein weiteres wichtiges Merkmal, welches Neuweltkameliden besitzen und ein Überleben in hochalpinen Gebieten möglich macht, ist die “Hasenscharte“. Die gespaltene Oberlippe bildet ein Greiforgan, das diese Wiederkäuer befähigt, auch kleinere Pflanzen einzeln vom Boden zu pflücken.

Das Spucken der Lamas ist die Ausdrucksform um ihre Dominanz zu zeigen, das Rangverhältnis zu klären oder Angst und Unbehagen auszudrücken. Als Vorwarnung versprühen sie ihren Speichel, bevor der grünliche Magensaft treffsicher beim Gegner ankommt.